Carl-Philipp Sassenrath lädt zum Revierbahn-Gipfel nach Neuss
Der neue NRW-Bevollmächtigte der Deutschen Bahn, Dr. Jens Gräfer, kam kurz vor Christi Himmelfahrt auf Einladung des Bundestagsabgeordneten Carl-Philipp Sassenrath nach Neuss – stilecht natürlich mit der Bahn. Gemeinsam mit Sassenrath sprach er über aktuelle Bahnprojekte in NRW und im Rhein-Kreis Neuss. Sassenrath erklärte danach: „Die Bahn muss eine zweigleisige Strategie fahren: Erstens müssen beim Infrastrukturausbau alle Beschleunigungsoptionen gezogen werden.“ Für Planungen und Genehmigungen im Verkehrsbereich verhandele der Bundestag aktuell ein Infrastruktur-Zukunftsgesetz. „Zweitens brauchen wir mehr Tempo bei allen Maßnahmen, die sofort sichtbar sind.“ Sassenrath erkundigte sich in dem Zusammenhang nach dem Stand der Umsetzung beim Bahn-Sofortprogramm für Sicherheit und Sauberkeit an Bahnhöfen, bei der Durchführung des „Frühjahrsputzes“ an Bahnhöfen sowie beim Bahnhofsmodernisierungsprogramm „Schöner ankommen“.
Neben den laufenden Vorhaben stand sodann in großer „Gipfel“-Runde ein Mammutprojekt aus der Kategorie Zukunft auf dem Plan: die sogenannte Revierbahn. Dafür hatten sich auch der Go Rheinland-Geschäftsführer Dr. Norbert Reinkober und weitere Vertreter von Bahn und Go Rheinland eingefunden. An der Runde nahmen ebenfalls die Landtagsabgeordneten Heike Troles und Dr. Jörg Geerlings sowie Vertreterinnen und Vertreter aus dem Kreistag teil. Im Ostteil der Revierbahn soll die S-Bahn-Strecke zwischen Düsseldorf und Bedburg ausgebaut und elektrifiziert werden, so dass die Streckenkapazitäten erhöht und in höherem Takt genutzt werden können. Dieses Projekt soll mit Finanzmitteln aus dem sogenannten Investitionsgesetz Kohleregionen realisiert werden. Teil dieser Planung ist auch ein neuer Halt Neuss-Polizeipräsidium.
Für den Westteil der Revierbahn liegt nun eine erste Machbarkeitsstudie samt Vorzugsvarianten von Go Rheinland vor. Sie enthält insgesamt 12 Trassenvarianten. Die beteiligten Kommunen, einschließlich des Rhein-Kreises Neuss, haben nunmehr bis zum 20. Juli Zeit, um sich dazu einzulassen. Bis Jahresende soll dann eine Entscheidung zur Trassenführung fallen, bevor im Jahr 2027 die vertiefenden Machbarkeitsstudien durchgeführt werden sollen. Sassenrath dankte allen Beteiligten, die das Projekt vorantreiben: „Große Zukunftsprojekte werfen lange Schatten voraus. Umso wichtiger ist, dass wir jetzt politisch dranbleiben.“