Brücken bauen: Carl-Philipp Sassenrath besucht Interkulturelles Jugendzentrum Inkult in Neuss

Brücken bauen – das ist die Mission des Interkulturellen Jugendzentrums Inkult in Neuss. Bei einem Besuch tauschte sich der Bundestagsabgeordnete Carl-Philipp Sassenrath mit dem Team und Ehrenamtlichen über die aktuelle Arbeit und die Herausforderungen des Jugendzentrums aus.

„Ich bin sehr dankbar für die wichtige Arbeit, die hier geleistet wird. Das Inkult gehört zu unserer Stadt“, so Sassenrath. Viele Jugendliche, die das Inkult besuchen, seien in Deutschland geboren, während ihre Familien Wurzeln in anderen Ländern haben. „Gerade diese jungen Menschen stellen sich oft die Frage: Wo gehöre ich dazu? Deshalb brauchen wir Orte, die Begegnungen ermöglichen, Orientierung geben und damit den Zusammenhalt stärken“, betont Sassenrath.          

Integration gelinge nicht von allein. Sie brauche Menschen, die sich engagieren, und Einrichtungen, die Verantwortung übernehmen. Das Inkult leiste dazu einen wichtigen Beitrag: Das Jugendzentrum bringe Menschen zusammen, stärke das Miteinander und schaffe Räume für Austausch statt Abschottung. Man dürfe diese Aufgabe nicht allein religiös geprägten Einrichtungen überlassen. Sassenrath dankte Umut Ali Öksüz und seinem engagierten Team, insbesondere den vielen Ehrenamtlerinnen und Ehrenamtlern.

 Ein wichtiger Schwerpunkt des Gesprächs war die Bedeutung von Maßnahmen und Projekten zur Demokratieförderung und Extremismusprävention. In dem Bereich haben die Projekthelden das „Heldennetzwerk“ ins Leben gerufen, ein Bildungs- und Präventionsangebot, das sich an Schulen und Jugendeinrichtungen richtet, die junge Heranwachsende in ihrer persönlichen und sozialen Entwicklung begleiten. Die Finanzierung der Maßnahmen kann in Teilen durch Bundesmittel aus dem Programm „Demokratie leben!“ erfolgen. Da das Programm von der Koalition fortgeführt werden soll, hatte sich Carl-Philipp Sassenrath in Berlin erfolgreich für eine Fokussierung auf Extremismusprävention und eine Fortsetzung der Förderung für den Rhein-Kreis Neuss eingesetzt.

 Darüber hinaus tauschten sich die Teilnehmerinnen und Teilnehmer über Möglichkeiten aus, Familien und Menschen mit Migrationsgeschichte künftig noch besser zu erreichen und stärker miteinander zu vernetzen. Umut Ali Öksüz betonte dabei die Bedeutung verlässlicher Kooperationen mit Schulen, Kultureinrichtungen und weiteren Partnern vor Ort. „Gerade in Zeiten, in denen gesellschaftliche Spannungen zunehmen, brauchen wir mehr Orte der Begegnung und weniger Orte der Abschottung. Mit unseren Angeboten bringen wir Menschen zusammen, fördern Dialog, Demokratie und gegenseitigen Respekt. Denn Zusammenhalt entsteht nicht durch Worte, sondern dadurch, dass Menschen einander kennenlernen und gemeinsam Verantwortung übernehmen.“, so Umut Ali Öksüz.

„Solche Einrichtungen sind wichtig für den Zusammenhalt unserer Gesellschaft. Sie verdienen unsere Unterstützung“, erklärt Sassenrath abschließend. Er unterstütze daher die Förderung, die Inkult auch durch Stadt und Kreis erhalte und setze sich weiter dafür ein, dass das Inkult gefördert und anerkannt werde. Sassenrath hat in der Vergangenheit die Interkulturellen Projekthelden unter anderem für den renommierten Margot Friedländer Preis nominiert.

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