Carl-Philipp Sassenrath im Gespräch mit der Bezirksschülervertretung
Der Schnee an den ersten Schultagen des Jahres 2026 ist bei weitem nicht die einzige Herausforderung für den Schulalltag. Wichtige Themen aus Sicht der Schülerinnen und Schüler sind unter anderem die digitale Ausstattung der Schulen, die Instandhaltung von Schultoiletten oder die Versorgung mit Wasserspendern.
Über diese und weitere Anliegen tauschte sich der Bundestagsabgeordnete Carl-Philipp Sassenrath am ersten Schultag des neuen Jahres mit der Bezirksschülervertretung (BSV) aus. Die BSV hat sich im vergangenen Jahr neu gegründet und vertritt die Interessen von rund 45.000 Schülerinnen und Schülern an fast 40 weiterführenden Schulen im Bezirk.
Der für Neuss, Dormagen, Grevenbroich und Rommerskirchen direkt gewählte Parlamentarier zeigte sich dankbar für das Engagement der Schülerinnen und Schüler: „Es ist genau richtig, dass junge Menschen selbst für ihre Interessen eintreten – so bewegen sie etwas.“
Im Gespräch betonten die Vertreterinnen und Vertreter der BSV die Bedeutung von Schultoilettensanierungen, machten aber zugleich deutlich, dass auch Schülerinnen und Schüler selbst Verantwortung dafür tragen, instandgesetzte Sanitäranlagen dauerhaft in gutem Zustand zu erhalten.
Sassenrath berichtete zudem vom Digitalpakt 2.0, den Bund und Länder kurz vor Ende des vergangenen Jahres beschlossen haben. Der Bund stellt hierfür über fünf Jahre zweieinhalb Milliarden Euro zur Verfügung. Anders als bei früheren Programmen wird nicht nur die Anschaffung von Hardware übernommen. Gefördert werden künftig zusätzlich unter anderem IT-Administration, digitale Lernplattformen sowie Fortbildungen für Lehrkräfte.
Auch bundespolitische Themen wie der Wehrdienst kamen zur Sprache, der derzeit bei vielen Schülerinnen und Schülern besondere Aufmerksamkeit erfährt. Dafür zeigte Sassenrath Verständnis und kündigte an, den vertieften Austausch mit jungen Menschen zum neuen Wehrdienst vor Ort zu suchen.
Einig waren sich die BSV und Carl-Philipp Sassenrath darin, dass politische und demokratische Bildung an Schulen weiter besonderer Aufmerksamkeit bedarf. Sassenrath verwies in diesem Zusammenhang auf die Möglichkeit von Fahrtkostenzuschüssen für Klassenfahrten nach Berlin und betonte: „Unsere Politik muss häufiger dem Prinzip ‚Bildung first‘ folgen.“ Abschließend bot Sassenrath an, er stehe jederzeit für Diskussionen sowohl in der Hauptstadt als auch vor Ort in Schulen oder anderen Gegebenheiten zur Verfügung.