Finnischer Botschafter besucht Chempark

Vom Schützenfest zur Chemie: Das war die Devise für Kai Sauer, den Botschafter Finnlands in Deutschland. Nachdem er mehrere Tage als aktiver Schütze beim Schützenfest in Neuss mitmarschiert ist, besuchte er auf Einladung des Bundestagsabgeordneten Carl-Philipp Sassenrath den Chempark Dormagen.

Dort befindet sich seit 2014 ein Standort des finnischen Unternehmens Kemira. Kemira fertigt Chemikalien zur Wasseraufbereitung. Diese kommen unter anderem in Klärwerken zur kommunalen Abwasserreinigung und für die Trinkwasseraufbereitung zum Einsatz. Für den Produktionsprozess der Chemikalien greift Kemira unter anderem auf Abfallprodukte der TDI-Anlage von Covestro im Chempark zurück. Andere für die Herstellung notwendige Vorprodukte werden unter anderem über den Neusser Hafen angeliefert.

Werksleiter Johann Bartek führte die beiden Gäste durch den Betrieb. Dort arbeiten über 20 Beschäftigte im Drei-Schicht-Betrieb, die Produktionsprozesse sind hochautomatisiert. Betrieb und Beschäftigte können bald feiern, dass sie seit acht Jahren unfallfrei sind. Kemira hat den Standort im Chempark in den vergangenen Jahren in Schritten erweitert und die Produktionskapazität kontinuierlich erhöht. Das Unternehmen befindet sich in Deutschland auf Expansionskurs. Aktuell prüft das Kartellamt die Übernahme des Unternehmens Sidra Wasserchemie.

Botschafter Kai Sauer erklärte nach dem Besuch: „Wasser bleibt eine der wichtigsten Ressourcen. Es kann in Zukunft stärker zu Wasserkonflikten kommen. Sauberes Trinkwasser kommt nicht einfach ,nur‘ aus dem Hahn. Hier leistet innovative Chemie aus Finnland einen wichtigen Beitrag. Solche Betriebe gehören wegen ihrer Bedeutung für unseren Alltag zur kritischen Infrastruktur. Kemira ist neben ICEEYE und IQM eines der Unternehmen, das für enge Wirtschaftsbeziehungen zwischen Deutschland und Finnland steht.“

Carl-Philipp Sassenrath, Bundestagsabgeordneter für den Rhein-Kreis Neuss, ergänzte: „Die Integration von Kemira in den Chempark zeigt beispielhaft, was die große Stärke dieses Verbunds ist. Auch wenn die Chemieindustrie zuletzt einen Aufwärtstrend erlebt hat, müssen wir weiter alles dafür tun, dass alle Glieder in diesem Verbund gestärkt werden. Die Aufgabe von Politik und Verwaltung ist, dass solche Betriebe in der Region auch weiterhin möglichst ohne Hürden in den Standort und damit in sauberes Wasser und sichere Arbeitsplätze investieren können. Mit europäischen Investitionen in Innovationsbereichen stärken wir uns gegenseitig. Kemira und besonders der Standort im Chempark Dormagen stehen für das große Potential der finnisch-deutschen Beziehungen.“

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